Überschreiten bedeutet oft auch Fortschreiten

Grenzen (er)leben

Grenzen (er)leben muss wörtlich verstanden werden. Acht Grenzkantone haben einen Ort geschaffen, der es den Besuchenden erlaubt, sich der Grenze in ihren physischen, psychischen und sozialen Dimensionen zu nähern. Eine Grenze errichten bedeutet Macht ausüben, sie zu überschreiten ist Gesetzesbruch – oder Freiheitsgewinn!

Etwas verwirrt begibt sich der Besucher auf Entdeckungsreise in einem mysteriösen Raum mit unscharfen Begrenzungen, den er mitten in einem hohen Halmenwald zu sehen glaubt. Um dorthin zu gelangen, muss er eine erste Grenze überschreiten, welche den festen Boden von der Plattform trennt, wo die Ausstellung beginnt.

Schattenspiel

Zweite Grenze! Von Halm zu Halm wandelt die Besucherin entlang von Vorschriften und Verboten, mal echt, mal erfunden, manchmal absurd und provozierend. Plötzlich steht sie vor einer Treppe, sie befindet sich im ersten Stock des Kubus. Den Wänden entlang sind Kabinen aufgestellt. Darin kann sie beobachten, zuhören, die Erfahrungen der andern teilen: Grenzen schliessen aus, sie integrieren aber auch.

Zwischen den Kabinen ist der Raum den soziopolitischen Grenzen gewidmet. Der Besucher ist Beobachter. Das Lichtspiel löst den Raum auf, lässt die Grenzen verschwinden und verunsichert. Ein Schattenspiel entsteht, jeder erforscht seine eigenen Grenzen.

Es gibt Grenzen und Grenzen

Mit Grenzen (er)leben, allein oder in der Gruppe, erfahren die Besuchenden die Grenzen zwischen Männern und Frauen, Jungen und Alten, dem Einzelnen und der Gesellschaft, zwischen Leben und Tod. Grenzen, die sie anerkennen oder zurückstossen können, die sie veranlassen, sich eine Meinung zu bilden, Stellung zu beziehen. Aber auch Grenzen, die überall sind, Orte voller Widersprüche, Orte der Begegnung oder aber der Zurückweisung und des Ausschlusses.

Es gibt Grenzen, die überschritten werden müssen, um vorwärts zu kommen, es geht um unsere Würde und Freiheit. Andere müssen im Namen der Freiheit respektiert werden. Welcher Art sind diese Grenzen, und auf welchen Werten beruhen sie?

Besucherkapazität pro Tag
4'725

Total Besucher
680'300

Partner
Kanton Basel-Stadt
Kanton Basel-Landschaft
Kanton Genf
Kanton Jura
Kanton Neuenburg
Kanton Tessin
Kanton Wallis
Kanton Zürich

Konzept, Architektur, Szenographie
Atelier Brückner, Stuttgart, Deutschland www.atelier-brueckner.com 

Projektleitung
Nüssli Special Events AG (Jörg Tröhler), Hüttwilen www.nussli.com 

Verantwortung Kantonsprojekte Expo.02
Lisa Humbert-Droz

Coaching Expo.02
Pidu Russek (Leitung)
Fabian Meier

Fotos: Pressedossier Grenzen (er)leben