Schmetterlinge im Bauch

Le premier regard

Es gibt Blicke, die vergessen wir, und Gesten, die uns nicht berühren. Aber es gibt auch solche, die uns verzaubern, die eine Begegnung unvergesslich werden lassen. Die Ausstellung Le premier regard lockt mit dem Geheimnis von Annäherung und Verführung durch Körpersprache auf eine sinnliche Entdeckungsreise. Und plötzlich flattern sie wieder, die Schmetterlinge im Bauch.

Was geschieht eigentlich in diesen sinnlichen Momenten, die wir am liebsten verewigen möchten? Über all unsere Sinne sendet unser Körper vom ersten Blickkontakt an manchmal unbewusste Nachrichten aus. Wussten Sie, dass die Anziehungskraft der Körpergerüche eines bestimmten Menschen zum Teil genetisch bedingt ist? Le premier regard vermittelt uns diese dem Menschen und Tier gemeinsame Sprache

Schmetterlinge im Bauch

Die Reise in das Reich der Sinne beginnt mit zwei scheinbar identischen Blicken, die beim Eingang der Ausstellung auf Leinwände projiziert werden. Die Besucherinnen und Besucher wählen einen der zwei parallelen Wege, die durch eine Art Membran getrennt sind. Mittels Ton, Licht, Bild und Geruch werden sie auf die Entdeckungsreise der körperlichen Liebessprache geführt. Sinnliche Wahrnehmung des Anderen, ohne körperliche Berührung. Wenn das nicht die Erwartungen, die Phantasien weckt. Bis man sich am Ende des Weges gegenüber steht, und die Vorstellung und das Verlangen auf die Wirklichkeit treffen.

Liebe per Inserat?

Eine Liebesgeschichte beginnt manchmal mit einem Inserat. Diese witzigen, poetischen, ironischen Kleintexte faszinieren und verführen uns. Die Ausstellung Le premier regard ist der Körpersprache gewidmet, während im Pavillon, wo sie stattfindet, das Wort zum Zug kommt: Tausende von Annoncen tapezieren die äussere Hülle des Gebäudes. Seine Umrisse erinnern an die sinnlichen Formen des menschlichen Körpers. Die Annoncen stammen zum einen Teil von einer Werbeagentur, zum anderen von anonymen Verfassern, die an einem Wettbewerb teilgenommen haben.

Safer Sex

Das Bundesamt für Gesundheit und die Aids-Hilfe Schweiz liessen sich von dieser Ausstellung verführen; ihre STOP AIDS Kampagne schloss sich dem Projekt an. Denn: Ein erster Blickkontakt kann zu einer sexuellen Begegnung führen, und er sollte die Präventionsreflexe nicht ausschalten.

Besucherkapazität pro Tag
6'600

Total Besucher
890'000

Partner
Bundesamt für Gesundheit
Aids-Hilfe Schwei

Idee
Expo.02
in Zusammenarbeiit mit:
Béatrice Pellegrini
Luca Deon
Maurici Farré

Wissenschaftliche Autorin
Isabelle Werner, Epalinges

Szenographie
Claire Peverelli, Genf

Fotographie und Video
Olivier Christinat, Lausanne

Film (Augen) 
Intermezzo Film, Genf www.intermezzofilms.ch 

Sounddesign
Andrea Valvini, Genf

Trickfilm
Séverine Leibundgut, Lausanne

Illustration
Mix et Remix, Lausanne

Grafik
Frank Hyde-Antwi, Zürich

Tonaufnahmen (Tiere)
Jean-Paul Augsburger, Lausanne

Schauspieler
Céline Bolomey, Genf
Jean-Louis Johannides, Genf

Architektur
PixelPark AG (Neu: Digitas Pixelpark AG) (Jan Löken, Ralph Bremenkamp, Charlotte Kellermann, Marcus Schröger) Berlin, Deutschland www.digitaspixelpark.com 

Projektleitung
PixelPark AG (Neu: Digitas Pixelpark AG) (Wolfgang Schneider, Christian Vogel), Berlin; Deutschland www.digitaspixelpark.com 

Projektleitung Expo.02
Sandro Rosselet
Markus Röthlisberger

Coaching Expo.02
Sergio Cavero (Leitung)
Anic Zanzi

Fotos: Pressedossier Le premier regard